Seit mehreren Jahren bereits erheben kirchliche Würdenträger ihre Stimme gegen die Auswüchse der modernen Mode. Nun hat Bischof Rumeau von Angers strenge Maßnahmen ergriffen, um allzu freizügigen Toiletten in den Gotteshäusern Einhalt zu gebieten.[1] Wie der Pariser Figaro berichtet, veröffentlichte der Prälat eine sehr detaillierte Liste von Bekleidungsvorschriften für die weiblichen Gläubigen seiner Diözese.[1]

Dieser Schritt folgt einer direkten Empfehlung des Heiligen Vaters, der die Fastenprediger jüngst dazu aufgefordert hat, die Rückkehr zur Sittsamkeit zum vorrangigen Thema ihrer Predigten zu machen.[1] Die neuen Vorschriften aus Angers, die in der französischen Presse als eigentlicher „Code épiscopal de la mode“ bezeichnet werden, sollen künftig jede Ausrede unmöglich machen.[1] Von nun an kann keine Christin der Diözese mehr behaupten, sie wisse nicht, welche Roben als schicklich gelten und welche auf Grund eines zu tiefen Dekolletés zu vermeiden sind.[1] Mit diesem Erlass wendet sich Bischof Rousseau ausdrücklich gegen die zunehmende Tendenz, die Würde der Kirche durch unangemessene Kleidung zu beeinträchtigen.[1]