Trotz ungünstigen Wetters hatten sich zahlreiche Schaulustige am Grafenberg eingefunden, um den Autorennen im Aaperwald beizuwohnen.[1] Die Veranstaltung fand auf einer 5,2 Kilometer langen Rundstrecke statt und wurde als Jubiläumswettbewerb des seit 25 Jahren bestehenden Rheinisch-Westfälischen Automobilklubs ausgetragen.[1] Die Organisation unter der Leitung von Landgerichtsdirektor Mosters, Dr. Moldenhauer und A. Noll verlief dem Vernehmen nach mustergültig und ohne Unfälle. Dies ist angesichts des während des Hauptrennens einsetzenden Regens besonders bemerkenswert.[1]
Mit besonderem Interesse wurde der Kampf der Rennwagenklasse über 25 Runden erwartet.[1] Dabei entwickelte sich ein packendes Duell zwischen dem Düsseldorfer Fahrer Jos. Müller auf RSU und Curt Volkhardt, der einen Rabag-Bugatti steuerte.[1] Zur Enttäuschung vieler Zuschauer musste Müller in der 23. Runde wegen eines Defekts aufgeben, nachdem er lange Zeit um den Sieg gefahren war.[1] Dadurch war der Weg für Volkhardt frei, der das Rennen unter dem Jubel der Menge für sich entschied.[1]
Ein weiterer Favorit, Franz Baader aus Mannheim, schied auf Bugatti bereits in der ersten Runde aus, sicherte sich jedoch nachträglich den Preis für die schnellste Runde des Tages.[1] In den Klassen der Sportwagen errangen unter anderem Gerbrecht-Werden auf Bugatti und Stumpf-Lekisch aus Mainz auf Hag Siege in ihren jeweiligen Läufen.[1] In der Klasse der Industriefahrer für Sportwagen bis 9 Steuer-PS siegte Ludewig aus Essen, ebenfalls auf Bugatti, mit einer Zeit von 47,42 Minuten.[1]