Wie die Moskauer Prawda berichtet, sind bei jüngsten Schürfarbeiten in der Kirgisischen Steppe überaus wertvolle geologische Funde gemacht worden.[1] In der Nähe des Alexandrowsk-Bergwerks nördlich der Ortschaft Bajanaul (Bayan-Aul) stießen die Forscher auf eine mächtige Erzader.[1] Diese neue Lagerstätte ist laut dem Blatt nicht nur ungewöhnlich reich an Zink und Kupfer, sondern enthält außerdem beträchtliche Mengen an Blei, Gold und Silber.[1]

Modernste Untersuchungsmethoden kamen bei der Erschließung ebenfalls zum Einsatz. Durch elektrische Prospektion ließen sich in demselben Gebiet drei weitere geologische Anomalien feststellen. Diese deuten auf das Vorhandensein bislang unentdeckter polymetallischer Erze hin.[1]

Für den Ausbau der regionalen Montanindustrie ist jedoch eine andere Entdeckung von noch weitreichenderer Bedeutung.[1] Lediglich 35 Werst von den Erzminen entfernt stießen die Geologen auf ein großes Vorkommen von hochwertiger Braunkohle.[1] Die Gesamtreserven dieses neuen Feldes werden auf mehrere Milliarden Pud geschätzt, was eine Energieversorgung künftiger Bergbauprojekte ermöglichen dürfte.[1] Die umfassende Untersuchung der Lagerstätten wird fortgesetzt.[1] Professor Kotulski, der stellvertretende Direktor des sowjetischen Geologischen Komitees, ist nach dem Abschluss seiner Inspektionstour in diesen Tagen wieder in Leningrad eingetroffen, um die Ergebnisse auszuwerten.[1]