Der Bau der neuen Pariser Moschee im Viertel des Jardin des Plantes nähert sich der Vollendung.[1] Auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses de la Pitié erheben sich bereits das Minarett und die Kuppeln. Das von dem Architekten Mantoux entworfene Bauwerk wurde im Oktober 1922 gegründet.[1]

Wie der Pariser Temps nach einem Gespräch mit Si Kaddour Ben Ghabrit berichtet, fehle nur noch die Ausgestaltung der Gästezimmer und des Ehrensaals.[1] Die feierliche Eröffnung ist für die erste Julihälfte geplant und soll als machtvolle Kundgebung der französisch-islamischen Freundschaft begangen werden.[1] Daran werden nicht nur Gläubige aus den Kolonien in Nord- und Westafrika teilnehmen, sondern auch Delegierte aus dem Orient und aus Indien. Die Moschee ist schließlich für die gesamte islamische Welt bestimmt.[1]

Neben dem eigentlichen Gebetsraum umfasst der Komplex ein muslimisches Institut mit einer Herberge, einen Vortragssaal, ein maurisches Café sowie ein neu eingerichtetes Dispensarium.[1] Letzteres dient der medizinischen Versorgung der rund 110.000 in Frankreich lebenden Muslime, von denen allein die Hälfte im Raum Paris ansässig ist.[1]