Die Expansionspläne der amerikanischen Ford Motor Company auf dem Feld der Zivilluftfahrt nehmen greifbare Gestalt an. Laut einem Bericht der China Mail lässt der Automobilfabrikant Henry Ford gegenwärtig ein weitreichendes Netz neuer Luftstraßen kartografieren.[1] Als zentraler Knotenpunkt dieser Verbindungen ist Detroit vorgesehen. Von hier aus sollen sich die Linien über den gesamten Osten der Vereinigten Staaten erstrecken.[1] Die geplanten Routen führen über Buffalo weiter nach New York und Boston. Zudem werden Städte wie Springfield, Albany und New Haven in das Streckennetz einbezogen.[1] Eine weitere Teilstrecke soll von Detroit nach Grand Rapids im Bundesstaat Michigan verlaufen.[1]

Der Einstieg in die Aviatik eröffnet dem Konzern ein neues Geschäftsfeld. Das Unternehmen setzte im abgelaufenen Jahr 1925 in seinen übrigen Sparten bereits die Summe von 2.103.588 Automobilen, Lastkraftwagen und Traktoren ab.[1] Die neu gegründete Flugzeugfabrik, die am 14. August 1925 in den Besitz der Gesellschaft überging, produzierte in den ersten Monaten ihres Bestehens 39 Ganzmetallflugzeuge.[1] Der ursprüngliche Plan des Unternehmens bestand darin, zunächst einen sechsmonatigen reinen Frachtflugverkehr zwischen Detroit und Chicago zu etablieren. Erst danach wollte man den Passagierdienst aufnehmen.[1]

Nach Angaben des Chefingenieurs Mayo funktioniert der Frachtverkehr auf dieser Route seit beinahe einem Jahr ohne Unfall.[1] Die Verzögerung der Personenbeförderung ist allein darauf zurückzuführen, dass man einmotorige Maschinen für den Passagierdienst als unzulänglich erachtet.[1] Die Geschäftsführung ist sich darüber im Klaren, dass das Publikum stets nach den Konsequenzen eines möglichen Motorenausfalls fragen wird.[1] Aus diesem Grund sollen die gegenwärtigen Apparate ausnahmslos durch neue Flugzeuge mit drei Motoren ersetzt werden. Damit will man das Vertrauen der Fluggäste sichern und höchste Zuverlässigkeit gewährleisten.[1]