Die finnische Schifffahrt im Finnischen Meerbusen hat in diesen Tagen mit erheblichen Eishindernissen zu kämpfen.[1] Wie das Hufvudstadsbladet berichtet, brach der große Eisbrecher Jääkarhu am Samstag von Hangö auf, um die winterliche Blockade der Hauptstadt zu durchbrechen.[1] An Bord der Expedition befanden sich hochrangige Vertreter der Regierung, darunter Finanzminister Järvinen, Handelsminister Reinikka und der Generaldirektor der Schifffahrtsbehörde, Baron Wrede.[1]

Etwa 20 Meilen östlich von Hangö stieß das Schiff auf geschlossene Eismassen, deren Dicke zwischen 60 Zentimetern und weit über einem Meter lag.[1] Mit einer Maschinenleistung von 9000 Pferdestärken bahnte sich der Eisbrecher seinen Weg durch das Eis und hielt dabei eine stetige Fahrt von vier Knoten.[1] Dabei musste die Jääkarhu zum Teil gewaltiges Packeis bezwingen. Eine emporgeworfene Scholle erreichte einen Durchmesser von bis zu sieben Metern und hatte einen Umfang von nahezu 40 Metern.[1]

Im Verlauf der Fahrt traf die Expedition auf den deutschen Dampfer Marga, der in der Eiswüste in Seenot geraten war.[1] Das Schiff hatte schwere Beschädigungen am Vorsteven erlitten und war leckgeschlagen.[1] Die Jääkarhu leistete umgehend Hilfe und nahm den havarierten Dampfer ins Schlepptau.[1] Wegen der schwierigen Eisverhältnisse auf offener See ordneten die Minister an, den Schiffsverkehr nach Helsingfors vorerst über die geschütztere Schärenroute zu leiten.[1] Da die Jääkarhu jedoch einen zu großen Tiefgang für die Durchfahrt beim Barösund hat, wurde der kleinere Eisbrecher Tarmo mit dieser Aufgabe betraut.[1]