Die anhaltende Entwertung des französischen Frankens führt im Saargebiet zu erheblichen wirtschaftlichen Erschütterungen.[1] Die Landesratsfraktion der Zentrumspartei hat aus diesem Grund eine formelle Eingabe an die Regierungskommission gerichtet. In dieser Eingabe fordert sie nachdrücklich die rasche Rückkehr zu festen Währungsverhältnissen.[1] Bislang habe die Kommission dieses Verlangen unbeachtet gelassen, obwohl der Bevölkerung durch das stetige Sinken des Frankens bereits empfindliche Verluste entstanden seien.[1] Ein unerträglicher Zustand sei damit erreicht, der rasches Handeln erfordere.[1]

Wie die Kölnische Zeitung in ihrer Berichterstattung betont, verkenne das Zentrum die Komplexität der Lage nicht.[1] Die zollpolitische Eingliederung des Saargebiets in das französische Zollgebiet, die gegen den Willen der ansässigen Bevölkerung vollzogen wurde, habe die gegenwärtigen Währungsschwierigkeiten noch beträchtlich verschärft.[1] Trotz dieser juristischen und wirtschaftlichen Hürden müsse zwingend ein Ausweg gesucht werden. Dadurch solle die saarländische Wirtschaft vor weiteren Erschütterungen bewahrt werden.[1]

Zur Bewältigung der Krise verlangt die Fraktion die unverzügliche Bildung einer speziellen Studienkommission.[1] Diese Kommission soll durch erfahrene Sachverständige aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmerkreisen ergänzt werden.[1] Das Gremium soll gemeinsam Mittel und Wege erarbeiten, um die fortschreitende Schädigung des Saargebiets durch den Wertverlust des Frankens wirksam abzuwenden.[1]