Vor dem Magistratsgericht in Kowloon ist nach mehrtägigen Verhandlungen der Prozess gegen mehrere mutmaßliche Mitglieder einer chinesischen Triadengesellschaft zu Ende gegangen.[1] Wie die China Mail berichtet, resultierten die Festnahmen aus einer gezielten Polizeiaktion. Dabei wurde umfangreiches schriftliches Material beschlagnahmt, das eindeutig auf die geheimen Umtriebe der Gesellschaft hindeutete.[2]
Insgesamt standen neun Personen vor den Schranken des Gerichts.[1] Im Zentrum der Anklage stand ein Hauptbeschuldigter. Nach polizeilichen Erkenntnissen war dessen Privathaus regelmäßig für die konspirativen Zusammenkünfte der Triaden genutzt worden.[2] Das Gericht verurteilte ihn zu einer empfindlichen Geldstrafe. Während erste Berichte von 400 Dollar ausgingen,[1] nannten andere Quellen eine Summe von 250 Dollar.[2] In jedem Fall muss der Verurteilte ersatzweise sechs Monate Zwangsarbeit antreten, sollte er die geforderte Summe nicht aufbringen können.[1][2]
Vier weitere Angeklagte wurden dem Hong Kong Telegraph zufolge zu einer Strafzahlung von jeweils 100 Dollar oder alternativ zu drei Monaten Zwangsarbeit verurteilt.[1] Während der Gerichtsverhandlungen leugneten sämtliche Beschuldigte jede Verbindung zu der kriminellen Vereinigung und brachten verschiedene Ausflüchte vor.[2] Ein Angeklagter behauptete vor dem Richter etwa, er habe sich zur Zeit der Razzia lediglich am Tatort befunden. Angeblich habe er nur deswegen einen kranken Freund besuchen wollen.[2]
Neben den Verurteilungen kam es jedoch auch zu Freisprüchen. Eine weibliche Mitangeklagte sowie drei weitere Männer, denen eine aktive Beteiligung nicht nachgewiesen werden konnte, wurden vom Gericht aus der Haft entlassen.[1]