Die durch die Frage der Arbeitslosenunterstützung ausgelöste latente Regierungskrise in Schweden ist weiterhin ungelöst.[1] Die politische Lage bleibt angespannt. Man wartet auf eine Stellungnahme des Reichstags-Staatsausschusses, der über die Auslegung der parlamentarischen Direktiven für die Verwendung der betreffenden Mittel entscheiden soll.[1]

Bisher nahm man in politischen Kreisen an, dass sich eine Formulierung finden ließe, mit der die amtierende sozialdemokratische Regierung zufriedengestellt werden könnte.[1] Diese Hoffnung scheint sich jedoch zu zerschlagen. Das finnlandschwedische Hufvudstadsbladet berichtet, am Mittwoch hätten sich hartnäckige Gerüchte verbreitet, wonach die Regierung unmittelbar vor dem Sturz stehe.[1]

Nach denselben Meldungen wird bereits über eine Nachfolgeregierung verhandelt.[1] Als zukünftiger Ministerpräsident wird C. G. Ekman, der Führer der Freisinnigen Volkspartei, genannt.[1] Er soll an der Spitze einer Koalition aus Freisinnigen, Liberalen und dem Bauernbund stehen, die bereit ist, die Regierungsgeschäfte zu übernehmen.[1] Eine offizielle Bestätigung für diese Vorgänge liegt jedoch noch nicht vor. Die Anzeichen für einen baldigen Wechsel in der schwedischen Regierungsführung nehmen jedoch zu.[1]