Die am Dienstag abgehaltenen rumänischen Parlamentswahlen haben, wie erste Meldungen übereinstimmend berichten, einen eindeutigen Sieg für die Regierungspartei gebracht.[1][2][3] Obwohl die Ergebnisse bis zum Mittwochnachmittag noch nicht endgültig waren, zeigt sich bereits eine sehr starke Position für die Volkspartei unter General Averescu.[2]

Nach Angaben der Neuen Freien Presse hat die Regierungspartei vor allem in der Provinz besonders gut abgeschnitten.[2] Im Altreich soll sie 75 Prozent der Stimmen erhalten haben, während die Liberale Partei auf 8 und die vereinigte Bauern- und Nationalistenpartei auf 15 Prozent kamen.[2] Ähnliche Verhältnisse zeigen sich in den neueren Landesteilen: In Siebenbürgen erreichte die Regierungspartei 70 Prozent, in der Bukowina sogar 80 und in Bessarabien ebenfalls 70 Prozent.[2]

Dem Pariser Temps zufolge kann die Regierung mit 60 bis 80 Mandaten rechnen, gefolgt von der Bauernpartei, den Liberalen und den Mitgliedern der Christlichen Liga.[3] Die endgültige Proklamierung der Gewählten wird sich jedoch verzögern. Das Wahlsystem sieht eine Zuteilung der Sitze erst nach der Auszählung aller Stimmen im gesamten Land vor.[3] Überdies war die Wahlbeteiligung nach Meldungen aus Wien insgesamt eher gering.[1]