Aus den Vereinigten Staaten dringen Nachrichten über eine bevorstehende, tiefgreifende Änderung der Einwanderungsbestimmungen nach Amerika. Dem finnischen Blatt Helsingin Sanomat zufolge berichten amerikanische Zeitungen von Plänen, die den Zustrom von Einwanderern neu regeln und für einige Nationen erheblich einschränken sollen.[1] Die neuen Vorschriften würden insbesondere Länder in Nord- und Westeuropa betreffen. So ist vorgesehen, die Einwanderungsquoten für Deutschland, Schweden, Norwegen, Dänemark und Irland um zwei Drittel zu reduzieren.[1]
Gleichzeitig ist laut den Berichten vorgesehen, die Einwanderungsquoten für andere europäische Staaten anzupassen. Für Länder wie Russland, Italien, Österreich und Ungarn, aber auch England, sind Änderungen der jeweiligen Einwanderungszahlen im Gespräch.[1] Dieser Wandel in der amerikanischen Politik soll offenbar die Zusammensetzung der Einwandererströme beeinflussen.
Obwohl die amerikanische Gesandtschaft in Helsingfors (Helsinki) bisher keine offizielle Mitteilung über die geplanten Restriktionen erhalten hat, gilt es als sicher, dass die Änderungen bereits Anfang 1927 in Kraft treten werden.[1] Ein entsprechender Kommissionsbericht sei bereits ausgearbeitet worden und werde in Kürze dem Kongress zur Beschlussfassung vorgelegt, wie aus Presseberichten weiter hervorgeht.[1]