Die siamesische Hauptstadt wird gegenwärtig von einer schweren Cholera-Epidemie heimgesucht. Laut dem Hong Kong Telegraph wird der Ursprung der Seuche auf einen Dampfer aus chinesischen Häfen zurückgeführt, der bereits im Oktober des Vorjahres mit der Krankheit an Bord eintraf.[1] Damals befanden sich zwischen siebenhundert und achthundert Kulis auf dem Schiff, das unter Quarantäne gestellt wurde.[1]
Trotz der getroffenen Maßnahmen gelang es einer Anzahl infizierter Arbeiter, an Land zu schwimmen und die Krankheit in der Bevölkerung zu verbreiten.[1] In Berichten aus Bangkok wird nun scharfe Kritik an der unzureichenden Quarantänestation im Fluss laut.[1] Es wird daran erinnert, dass bereits zu Zeiten König Chulalongkorns die Einrichtung einer solchen Station strikt abgelehnt wurde. Ihm galt eine Quarantänestation als eine Gefahr für die Zukunft der Hauptstadt.[1]