Aus der Sowjetunion treffen beunruhigende Nachrichten über eine schwere Naturplage ein, die die diesjährige Ernte auf der Halbinsel Krim ernsthaft zu gefährden droht. Wie die Moskauer Zeitung Pravda berichtet, ist in der Gegend von Simferopol ein massiver Befall durch Heuschrecken festgestellt worden.[1] Den amtlichen Meldungen zufolge sollen bereits bis zu 5000 Dessjatinen Acker- und Weideland von den gefräßigen Insektenschwärmen heimgesucht worden sein.[1]
Die einfallenden Schwärme stellen eine unmittelbare Gefahr für die gesamte Vegetation dar und können die Ernte eines ganzen Landstrichs binnen weniger Tage vernichten. Für die südrussische Landwirtschaft, die sich nach den Wirren der vergangenen Jahre nur langsam erholt, wäre ein großflächiger Ernteausfall ein empfindlicher Rückschlag. Es ist anzunehmen, dass die sowjetischen Behörden umgehend Maßnahmen gegen die Plage ergreifen werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und den Schaden für die Bauern so weit wie möglich zu begrenzen. Aus Moskau liegen zur Stunde noch keine näheren Informationen über das genaue Ausmaß der bereits verursachten Zerstörungen und die eingeleiteten Gegenmaßnahmen vor.