Die große Afrika-Expedition des Smithsonian-Instituts, die unter der Leitung von Dr. William M. Mann seltene Tiere für den Zoologischen Garten der amerikanischen Hauptstadt sammeln soll, hat ihre ersten Erfolge erzielt.[1] Wie die Washington Post meldet, sind ein katzengroßer, langschwänziger Galago sowie ein junger Kronenkranich gefangen worden.[1] Die Expedition war im vergangenen März in New York aufgebrochen und hatte nach zweimonatiger Seereise die Insel Sansibar erreicht. Von dort setzte sie über Daressalam auf das afrikanische Festland über.[2]
Aus Furcht vor der Tsetsefliege, deren Stich die gefürchtete Schlafkrankheit überträgt, hat die Gruppe ihre ursprünglichen Pläne verworfen, das Hauptquartier in Tabora aufzuschlagen.[1][2] Nun dient das Dorf Dodoma im britischen Mandatsgebiet Tanganjika als Ausgangspunkt für Vorstöße in das Innere des Landes.[1] In Dodoma schloss sich dem Trupp, den Angaben des Evening Star zufolge, der erfahrene Jäger Lyman N. Hine an.[2] Bereits auf der Zugfahrt über die Makato-Ebenen sichteten die Forscher eine Herde von mehr als dreißig Giraffen — Tiere, die das wichtigste Ziel der Unternehmung darstellen.[2]
Die Berichte des Expeditionsleiters beschreiben auch die vielfältigen Gefahren des Kontinents.[1] An der Station Morogoro unweit des Basislagers drang vor wenigen Tagen ein Löwe auf den belebten Bahnsteig vor und verschleppte einen einheimischen Jungen.[1][2] Auf ihren Märschen in Richtung Kondoa Irange trafen die Wissenschaftler zudem auf lokale Sultane, die unter britischer Verwaltung weitreichende Machtbefugnisse besitzen.[1] Unterdessen setzen den Forschern die starken nächtlichen Temperaturabfälle zu.[2] Dr. Mann zeigt sich dennoch zuversichtlich, da jüngst in einem Wasserloch nahe einer Siedlung der Wambugwe-Stämme ein Lungenfisch — eine besonders alte Lebensform — erbeutet werden konnte.[2]