Der diplomatische Ausgleich zwischen den Niederlanden und Belgien nähert sich einem entscheidenden Punkt. Wie der Nieuwe Rotterdamsche Courant aus Brüssel meldet, wird der Gesetzentwurf zur Ratifizierung des Niederländisch-Belgischen Vertrages bereits in der kommenden Woche im Senat zur formellen Beratung gestellt.[1] Die parlamentarischen Sitzungen sind für Mittwoch oder Donnerstag der kommenden Woche vorgesehen.[1] Der ehemalige Minister Baron Descamps David wurde zum Berichterstatter für diese Vorlage bestimmt. Seine besondere Sachkenntnis verleiht den Beratungen zusätzliches Gewicht.[1]
Gleichzeitig verzeichnen die Niederlande auf diplomatischer Ebene Fortschritte im Bereich der Handelsschifffahrt. Nach Angaben der Zeitung Voorwaarts, auf die sich die Rotterdamer Berichterstattung stützt, ist es der niederländischen Regierung gelungen, eine wichtige wirtschaftspolitische Zusage von der französischen Republik zu erhalten.[1] Paris hat verbindlich zugesichert, die Lager- und Ursprungszuschläge — im diplomatischen Verkehr als „surtaxes d’entrepôt et d'origine“ bezeichnet — für die Häfen der Niederlande vollständig abzuschaffen.[1] Diese Maßnahme stärkt die Position der niederländischen Hafenstädte im europäischen Transitverkehr und bildet einen günstigen Hintergrund für die anstehende Ratifikation des Abkommens mit Belgien.[1]