Im Anschluss an eine kommunistische Demonstration im Lustgarten kam es beim Abmarsch des Roten Frontkämpferbundes zu schweren Zusammenstößen mit der Schutzpolizei.[1] Wie das Harburger Tageblatt berichtet, hatten sich zwei Teilnehmer des Zuges polizeiliche Befugnisse angemaßt.[1] Als die Beamten die Männer wegen Nichtbefolgung von Anordnungen zur Wache bringen wollten, rotteten sich die übrigen Demonstranten zusammen. Sie bedrängten die Einsatzkräfte massiv.[1]

Die Polizei sah sich gezwungen, das Areal abzusperren und bei der Räumung Gummiknüppel einzusetzen.[1] Bei den Tumulten zog sich ein Wachtmeister erhebliche Verletzungen zu.[1] Zwei Personen wurden festgenommen. Nach Feststellung ihrer Personalien wurden sie jedoch wieder entlassen.[1] Zudem wurde ein Plakat mit der Aufschrift „Hinweg mit der Ausbeuterregierung“ beschlagnahmt.[1] Dass das Vorgehen gegen den Wehrverband auch andernorts zu hitzigen Debatten führt, zeigt unterdessen ein Bericht des Hamburger Echo: In der Hansestadt wies der Senat jüngst eine kommunistische Anfrage zu rigorosen Polizeieinsätzen gegen Rotfrontkämpfer in Bergedorf ab, da es keinen Anlass für disziplinarische Schritte gebe.[2]