Eine bemerkenswerte Entdeckung aus der Welt der Kolonien meldet das Hamburger Echo über die jüngsten Erfolge der amerikanisch-niederländischen Forschungsreise auf Neuguinea.[1] Die Expedition, die unter der Leitung von Professor Stirling steht, hat an einem bislang unbekannten Flusslauf im Inselinneren ein Naturvolk eingehend studiert, das entwicklungshistorisch noch in der Steinzeit verharrt.[1]
Die erste Annäherung gestaltete sich dem Blatt zufolge schwierig.[1] Zunächst entzog sich die einheimische Bevölkerung jeder näheren Beobachtung durch rasche Flucht in die unzugänglichen Wälder.[1] Als Zeichen der Freundschaft ließen die Eingeborenen jedoch ihre eigenen Messer auf den Pfaden zurück.[1] Weil die ausgedehnten Dörfer der Einheimischen über weite Strecken verlassen dalagen, sahen sich die weißen Forscher gezwungen, unter scharfer eigener Bewachung in den leerstehenden Hütten zu kampieren.[1]
Erst im Quellgebiet des neu entdeckten Flusses gelang es den Expeditionsteilnehmern, in persönliche Berührung mit den Stämmen zu treten.[1] Dort konnte man sich schnell in freundschaftlicher Weise verständigen.[1] Es entfaltete sich ein reger Tauschhandel zwischen den Wissenschaftlern und den Waldmenschen.[1] Wie die Zeitung weiter ausführt, stieß die Gruppe am Fuße des mächtigen Nassaugebirges auf einen Stamm, der selbst auf dem Weg des Güteraustausches noch niemals in den Besitz europäischer oder amerikanischer Werkzeuge gelangt war.[1] Diese Menschen arbeiteten noch mit traditionellen Steinwerkzeugen.[1] Bei den neu entdeckten Gruppen wurde das stählerne Messer der Weißen rasch zum begehrtesten aller Tauschartikel.[1]