Die zuständigen Stellen des Reiches und der Länder bereiten gegenwärtig die Einsetzung von Kulturbeiräten für sämtliche deutschen Sendestellen vor.[1] Wie das Berliner Tageblatt berichtet, soll die Bildung dieser Gremien bis zum 1. Oktober überall abgeschlossen sein.[1] Die Auswahl der Vertreter erfolgt durch die Länder sowie die jeweiligen Rundfunk-Gesellschaft" target="_blank" rel="noopener">Sendegesellschaften im Einvernehmen mit dem Reichsministerium des Innern.[1]
Der Aufgabenkreis dieser neuen Gremien beschränkt sich auf die künstlerische und kulturelle Beratung der Sendegesellschaften.[1] Damit unterscheiden sie sich deutlich von den bereits bestehenden Überwachungsausschüssen. Diese haben eine politische Aufgabenstellung.[1]
Angesichts jüngster Angriffe aus der Presse auf die Überwachungsausschüsse verlautet aus unterrichteten Kreisen, dass deren Arbeit durch feste Richtlinien gebunden bleibe.[1] Diese Richtlinien sollen unmissverständlich garantieren, dass der Rundfunk überparteilich geleitet wird und keiner einzelnen Partei dienstbar ist.[1] Eine parteipolitische Instrumentalisierung würde das junge Medium schwer schädigen, da sich die Hörerschaft aus allen politischen Lagern zusammensetzt.[1]