Die nahöstliche Metropole ist erneut Schauplatz schwerer Ausschreitungen geworden, nachdem die französische Mandatsverwaltung harte Strafmaßnahmen vollzogen hat. Wie die Washington Post meldet, brachen am Samstag vor dem Palast des Grand Serail offene Tumulte aus.[1] Auslöser der Unruhen war die öffentliche Hinrichtung von vier Männern.[1] Die Verurteilten hatten nach Angaben der Justiz einen einheimischen Feldwebel ermordet, weil dieser die Uniform der französischen Mandatsmacht trug.[1]

Die Exekution vor dem Regierungspalast geriet zu einer dramatischen Demonstration gegen die ausländische Herrschaft. Bis zum letzten Augenblick — während sich die Schlingen auf dem Schafott bereits um ihre Hälse zogen — riefen die Todeskandidaten laute Schmähungen gegen die französischen Regierungsvertreter.[1] Sie nutzten ihre letzten Minuten, um unmissverständlich an die anwachsende Menschenmenge zu appellieren und die Zivilbevölkerung zur offenen Meuterei aufzurufen.[1]

Die leidenschaftlichen Rufe der Gehängten verfehlten ihre aufrührerische Wirkung auf die anwesenden Zuschauer nicht. So kam es auf dem großen Platz vor dem Palast zu gewaltsamen Ausschreitungen, die rasch einen bedrohlichen Umfang annahmen.[1] Die Sicherheitskräfte sahen sich gezwungen, wiederholt scharfe Vorstöße und Angriffe gegen die aufgebrachte Menge zu unternehmen, um die Demonstrationen niederzuschlagen und die bedrohte öffentliche Ordnung vor dem Serail gewaltsam wiederherzustellen.[1]