Nach übereinstimmenden Meldungen steht der lang erwartete deutsch-japanische Handelsvertrag nun unmittelbar vor der Unterzeichnung.[1] Die vorbereitenden Arbeiten der Delegationen in Tokio sind bereits erfolgreich abgeschlossen worden.[1]

Wie die Badische Presse unter Berufung auf Londoner Berichte des Lokalanzeigers mitteilt, konnte endlich auch das bisherige Haupthindernis der langwierigen Verhandlungen aus dem Weg geräumt werden.[1] Dabei handelte es sich um die sehr komplexe Farbstofffrage, für die in den letzten Besprechungen eine tragfähige Grundlage zur Einigung gefunden wurde.[1]

Das Abkommen, das den Meldungen aus der japanischen Hauptstadt zufolge bald zum formalen Abschluss kommen soll, beseitigt die bisherigen tarifären Unsicherheiten zwischen den beiden Staaten.[1] Besonders die deutsche chemische Industrie, deren Interessen in der für sie wichtigen Farbstofffrage stark berührt waren, dürfte von der neuen Regelung erheblich profitieren. Dass die Verständigung in diesem entscheidenden Punkt gelungen ist, zeigt den beiderseitigen Willen, die Wirtschaftsbeziehungen nach den Erschütterungen des vergangenen Jahrzehnts auf eine feste vertragliche Grundlage zu stellen. Für die deutsche Exportwirtschaft bedeutet der Vertrag eine wesentliche Erleichterung auf den wichtigen ostasiatischen Märkten.