Der Ausbruch des Awatschlinsky auf der russischen Halbinsel Kamtschatka hat höchst bedrohliche Ausmaße angenommen.[1] Wie die Wiener Zeitung meldet, begann die vulkanische Tätigkeit bereits am 28. März und erreichte am neunten dieses Monats ihren unheilvollen Höhepunkt.[1] Fortwährend sind aus dem Innern des Berges heftige Detonationen zu vernehmen.[2] Gewaltige Mengen glühender Steine werden gleich Feuersäulen mehrere hundert Meter in die Luft geschleudert. Gleichzeitig wälzen sich mächtige, leuchtende Lavaströme aus dem Krater die Berghänge hinab.[2] Nachts ist die gesamte Umgebung durch die steil in den Himmel schießenden Flammengarben weithin erhellt.[1] Das beängstigende Naturereignis wird von fortwährenden Erderschütterungen und anhaltendem unterirdischen Grollen begleitet, das die Einwohnerschaft der Halbinsel zutiefst beunruhigt.[2][1] Erschwerend kommt hinzu, dass ungeheure Aschenmengen die Luft verfinstern. In einem gewaltigen Umkreis von bis zu 900 Kilometern bedeckt die Asche das Land stellenweise mehrere Fuß hoch.[2][1] Der feuerspeiende Berg befindet sich lediglich 30 Kilometer von der Hafenstadt Petropawlowsk entfernt.[2][1] Dennoch sind trotz der zerstörerischen Kräfte der Natur bisher keine Todesopfer zu verzeichnen.[1] Nach Berichten der Kölnischen Zeitung datiert der letzte vergleichbar starke Ausbruch dieses Vulkans aus dem Jahre 1909.[2]