Das amerikanische Marineluftschiff Los Angeles hat seine erste Probefahrt seit dem 8. Juni des vergangenen Jahres erfolgreich absolviert.[1] Wie die Washington Post aus Lakehurst berichtet, dauerte der Aufstieg zwei Stunden und verlief zur vollsten Zufriedenheit der Marineleitung.[1] Nachdem das mächtige Schiff am frühen Morgen aus seiner riesigen Halle gebracht und am Boden über eine Strecke von rund einer Meile gezogen worden war, stieg es in den Himmel über New Jersey auf.[1]

Die Führung des Schiffes oblag Kapitän George W. Steele.[1] Dieser erklärte unmittelbar nach der Landung, dass die Triebwerke vollkommen tadellos gearbeitet hätten und während der gesamten Fahrt keinerlei Schwierigkeiten aufgetreten seien.[1] Eine bemerkenswerte personelle Entscheidung der Marine war die Besetzung des Ersten Offiziers.[1] Diesen Posten bekleidete Leutnant Rosendahl, der als ranghöchster Überlebender des tragischen Unglücks der Shenandoah in Luftfahrtkreisen großes Ansehen genießt.[1]

Nach Abschluss der zweistündigen Fahrt kehrte die Los Angeles in den Abendstunden zu ihrem Ankermast zurück.[1] Dort konnte sie ohne Komplikationen festgemacht werden.[2] Damit sind die in letzter Zeit laut gewordenen Behauptungen vorerst entkräftet.[2] Einem Bericht der Badischen Presse zufolge entbehren die wiederholt geäußerten Gerüchte, dass die Gaszellen des Luftschiffes schadhaft seien, jeder sachlichen Grundlage.[2]

Das Luftschiff soll nun zunächst am Mast verbleiben, damit die Besatzung die Möglichkeit erhält, sämtliche Bedienungseinrichtungen zu überprüfen.[1][2] Sofern die atmosphärischen Bedingungen günstig bleiben, plant die amerikanische Marine bereits für den heutigen Tag eine weitere Versuchsfahrt.[1][2]