Der zunehmende Wettbewerb durch Kraftomnibusse fügt den städtischen Straßenbahnen in Glasgow erhebliche finanzielle Schäden zu.[1] Wie die China Mail berichtet, schätzt der Direktor der städtischen Verkehrsbetriebe, James Dalrymple, den jährlichen Einnahmeverlust in einem Memorandum an den Stadtrat auf rund 100.000 Pfund Sterling.[1] Sollten den privaten Omnibusunternehmern weiterhin Lizenzen für den Linienverkehr erteilt werden, könnte sich dieser Verlust rasch verdoppeln oder sogar verdreifachen.[1] Unter diesen Bedingungen sei die Existenz des Straßenbahnbetriebs — eines der größten des Landes — ernsthaft gefährdet.[1]

Dem Memorandum zufolge gibt es weltweit keine Stadt, in der ein derart unbeschränkter Wettbewerb herrscht wie in und um Glasgow.[1] Nach Ansicht des Verkehrsdirektors ist der Kraftomnibus nicht in der Lage, die großen Verkehrsmengen der schottischen Industriestadt zu bewältigen.[1] Nur die Straßenbahn könne diese Aufgabe erfüllen, benötige dafür jedoch angemessenen Schutz vor der Konkurrenz innerhalb eines Umkreises von fünf Meilen.[1]

Ein weiterer Streitpunkt sind die Fahrgeschwindigkeiten.[1] Das Verkehrsministerium gestattet der Straßenbahn eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Meilen pro Stunde. Damit erreicht sie eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von neun bis zehn Meilen pro Stunde. Für die Kraftomnibusse gilt dagegen ein gesetzliches Limit von lediglich zwölf Meilen pro Stunde.[1] Die privaten Betreiber legen ihre Fahrpläne jedoch so knapp an, dass die Busse oftmals schneller als erlaubt fahren müssen, um ihre Taktung einzuhalten.[1]