Die dramatische Suche nach den in der arabischen Wüste verschollenen spanischen Fliegern hat ein glückliches Ende gefunden. Wie die Madrider Tageszeitung El Sol berichtet, verdanken Hauptmann Estévez und sein Mechaniker Calvo ihr Leben dem unermüdlichen Einsatz der britischen Luftwaffe.[1] Die spanischen Aviatoren waren auf dem Weg nach Manila — ein ehrgeiziges Unterfangen —, als ihr Apparat über der Wüste eine unvorhergesehene Havarie erlitt und sie notlanden mussten.[1]
Aus dem ausführlichen Reisebericht des Hauptmanns, der nun in Spanien vorliegt, geht hervor, dass der Motor nach dem Überfliegen Jerusalems erhebliche Mengen Benzin verlor.[1] Nach der Strandung auf dem Wüstenboden beschlossen die Männer zunächst, am Flugzeug auszuharren.[1] Am dritten Tag verirrte sich jedoch der Mechaniker Calvo, als er auf der Suche nach Rettung einen Großteil der ohnehin knappen Wasservorräte mitnahm.[1]
Dem El Sol zufolge nahm daraufhin für Estévez ein wahrer Leidensweg seinen Anfang.[1] Auf sich allein gestellt, marschierte der Fliegeroffizier vier Tage lang ohne Nahrung und Wasser durch die Ödnis.[1] Er legte in dieser Zeit 190 Kilometer zurück, bis er schließlich entkräftet und mit schweren Brandwunden an den Füßen die Brunnen von Limirix erreichte, wo ihn eine britische Fliegerpatrouille aufgriff.[1] Auch Calvo wurde am darauffolgenden Tag von den Engländern gerettet.[1]
Trotz der erlittenen Strapazen erklärte der im Lazarett von Amman liegende Estévez seinen festen Willen, den Flug nach Asien fortzusetzen.[1] Selbst in der ostasiatischen Presse findet das Schicksal der spanischen Flieger Beachtung, wie Kurzmeldungen des Hong Kong Telegraph belegen.[2] Die spanische Öffentlichkeit fordert unterdessen, den Pionieren die Vollendung ihrer Mission zu gestatten.[1]