Das plötzliche Hochwasser der Moskwa hat in der russischen Hauptstadt weite Gebiete überflutet und zu ernsthaften Störungen des öffentlichen Lebens geführt. Die Badische Presse meldet, dass der Straßenverkehr in den jenseits des Flusses gelegenen Stadtteilen infolge der unaufhaltsam vordringenden Wassermassen mittlerweile vollständig unterbrochen ist.[1]
Die Zerstörungen nehmen nach den ersten Erhebungen beträchtliche Ausmaße an. Insgesamt sind nach offiziellen Angaben bereits fünfhundert Häuser überschwemmt worden.[1] Unter den betroffenen Gebäuden befindet sich eine große Anzahl von Fabriken und Warenhäusern. Dies verdeutlicht die wirtschaftliche Tragweite der Naturkatastrophe für die sowjetische Metropole.[1]
Um der rasch wachsenden Zahl von Obdachlosen in den vom Wasser eingeschlossenen Vierteln zu helfen, mussten weitreichende Notmaßnahmen angeordnet werden. Zahlreiche Klubs und städtische Schulen wurden zu diesem Zweck eilig geräumt und in provisorische Unterkünfte umgewandelt.[1] Bislang sind bei der Überschwemmung keine Menschenleben zu beklagen.[1] Dennoch ist durch die Überflutung der gewerblichen und privaten Anlagen ein außerordentlich hoher Sachschaden entstanden, dessen genaue Bezifferung noch abzuwarten bleibt.[1]