Der neue finnische Eisbrecher Jääkarhu traf am Montag um halb zwölf Uhr mittags in Helsinki ein, nachdem er erfolgreich die äußere Seeroute von Hangö geöffnet hatte.[1][2] Wie das Hufvudstadsbladet berichtet, hatte die Schifffahrtsdirektion Ende letzter Woche den Befehl erteilt, diese wichtige Fahrrinne zu durchbrechen und zugleich den Dampfer Oberon in die Hauptstadt zu eskortieren.[2]
Um halb eins in der Nacht verließ das Schiff den Hafen von Hangö und traf zwei Stunden später nahe der estnischen Insel Odensholm auf die Oberon.[1][2] Auf der elfstündigen Fahrt bewies der Eisbrecher seine enorme Leistungsfähigkeit. Während in offenen Gewässern Geschwindigkeiten von zwölf Knoten erreicht wurden, stieß der Konvoi beim Leuchtturm Kallbådan auf schweres Packeis.[2] Das bis zu anderthalb Meter dicke Eis zwang die Besatzung, das Hindernis mit Anlauf zu rammen.[1][2] Mit sechs Kesseln entwickelte die Maschine dabei eine Leistung von 9000 Pferdestärken.[1]
Nachdem das Schiff der von dem Eisbrecher Tarmo vorbereiteten Fahrrinne ab Porkkala gefolgt war, machte es am Kai von Katajanokka neben dem Dampfer Argo fest.[1] Mehrere tausend Einwohner sowie Regierungsvertreter begrüßten den Neubau.[1][2] Dem Helsingin Sanomat zufolge hat die Jääkarhu seit ihrer Ankunft in Finnland bereits 106 Schiffen durch das Eis eskortiert.[1] Die Eisverhältnisse an der Küste bleiben allerdings äußerst schwierig: Der Eisbrecher Voima musste den Versuch, Mäntyluoto zu erreichen, wegen massiven Packeises abbrechen und kehrte daraufhin ohne Erfolg nach Rauma zurück.[1][2]