Auf einer öffentlichen Zusammenkunft der Hongkonger Loge der Theosophischen Gesellschaft hielt H. B. Lanepart am Donnerstag einen Vortrag über die „Natur Christi“.[1][2] Wie der Hong Kong Telegraph berichtet, betonte der Redner, dass die Geschichte Jesu eine tiefere, mystische Bedeutung besitze und Christus weit mehr sei als lediglich der historische Mensch.[1] Nach Angaben der China Mail bilde dieses verborgene Verständnis die wahre Inspiration für das spirituelle Leben zahlreicher Menschen in Ost und West.[2]
Besonderes Interesse erregten Laneparts historische Ausführungen, die er auf sogenannte Akasha-Chroniken und hellseherische Forschungen stützte.[1] Demnach sei Jesus bereits im Jahre 106 vor Christus geboren worden und habe seine geistige Ausbildung in einer Essäer-Gemeinschaft in Judäa erhalten.[1] Später sei er in ein Kloster am Berg Serbal und schließlich nach Ägypten gereist, um dort in die geheimen Lehren eingeführt zu werden.[1] Zum Abschluss erklärte Lanepart, der historische Jesus sei als Jünger in die okkulte Hierarchie der „Großen Weißen Loge“ aufgenommen worden. Dadurch hätten sich aus Sicht der Theosophie irdische und mystische Aspekte zu einer Einheit verbunden.[1]