Auf dem Kongress des internationalen Fußballverbandes wurde eine weitreichende Entscheidung zur vielumstrittenen Frage des sogenannten Amateurstatus getroffen.[1] Wie die Wiener Zeitung berichtet, nahm die Versammlung einen Schweizer Vorschlag zum Ersatz von Lohnausfällen mit elf gegen acht Stimmen bei zwei Enthaltungen an.[1] Demnach ist eine Vergütung fortan nur in streng umrissenen, von den Landesverbänden festzulegenden Fällen gestattet.[1] Zwingende Voraussetzung bleibt, dass niemals der volle Lohn erstattet werden darf, damit der Spieler nicht verführt wird, den Sport der eigentlichen Arbeit vorzuziehen.[1]

Ferner diskutierten die Delegierten eine geografische Einteilung der Organisation in neun Regionen — ein Plan, der für die außereuropäischen Verbände angenommen wurde; für Europa wurde er jedoch vorerst lediglich als Anregung betrachtet.[1] Bei den anschließenden Wahlen bestätigte der Kongress den bisherigen Präsidenten Rimet per Akklamation in seinem Amt.[1] Zu Vizepräsidenten wurden unter anderem der Schweizer Donnet und der Italiener Ferretti gewählt. Der nächste Kongress wird vertragsgemäß in Helsingfors stattfinden.[1]