Wie die offizielle Nachrichtenagentur Anatolie aus der türkischen Hauptstadt meldet, ist bereits am 22. April in Teheran ein neuer türkisch-persischer Neutralitätsvertrag feierlich unterzeichnet worden.[1][2] Durch dieses Abkommen, das auf eine Laufzeit von fünf Jahren befristet ist, verpflichten sich die Regierungen in Angora und Teheran zu einer weitreichenden gegenseitigen Absicherung.[1][3]
Im Kernbereich des Vertragswerks steht die Zusicherung, im Falle einer kriegerischen Verwicklung des einen Vertragspartners die eigene Neutralität strikt zu wahren und diese gegebenenfalls sogar mit Waffengewalt aufrechtzuerhalten.[1][2] Dem Pariser Temps zufolge zielt der Pakt jedoch nicht allein auf die äußere Sicherheit im Kriegsfall ab, sondern widmet sich ebenso der inneren Stabilität beider Staaten.[3]
Beide Seiten verpflichten sich, auf ihrem jeweiligen Hoheitsgebiet weder Vereinigungen noch Unternehmungen zu dulden, die sich gegen die öffentliche Sicherheit des Nachbarstaates richten.[1] Nach Angaben des Temps schließt dies ausdrücklich auch Gruppierungen ein, die auf einen Staatsstreich im jeweils anderen Land hinarbeiten.[3] Die Unterhändler vereinbarten darüber hinaus, in Zukunft entschlossen gegen jene nomadisierenden Stämme vorzugehen, die an der gemeinsamen Grenze wiederholt Unruhe stiften.[3] Mit diesen Klauseln verfolgen die beiden Staaten das Ziel, die anhaltenden Grenzzwischenfälle einzudämmen und ihre nachbarschaftlichen Beziehungen zu festigen.