In der Reichshauptstadt vollzieht sich ein unerwarteter kulturpolitischer Einschnitt. Wie aus ersten, noch bruchstückhaften telegrafischen Meldungen hervorgeht, ist der Komischen Oper die Betriebskonzession entzogen worden.[1] Damit droht Berlin vorerst den Verlust einer markanten Spielstätte, deren Schicksal in Theaterkreisen bereits Gegenstand intensiver Spekulationen war.[1] Über die genauen Beweggründe für die behördliche Maßnahme — ob unüberwindbare wirtschaftliche Schwierigkeiten oder feuerpolizeiliche Erwägungen den Ausschlag gaben — herrscht derzeit noch Unklarheit.[1] Fest steht jedoch, dass dieser administrative Schritt einen empfindlichen Eingriff in den Kulturbetrieb darstellt.[1] Das Vorgehen der Direktion gegen den amtlichen Bescheid bleibt vorerst abzuwarten.[1]