Die medizinische Wissenschaft verzeichnet auf dem Gebiet der Leprabekämpfung bemerkenswerte Erfolge, wie aus den Schilderungen englischer Forscher hervorgeht.[1] Nach einer ausgedehnten Studienreise ist der Mediziner Dr. Robert Cochrane kürzlich nach London zurückgekehrt.[1] Wie die in Hongkong erscheinende China Mail berichtet, hat Cochrane die bedeutendsten Leprasiedlungen in Indien, Siam, Borneo und den Philippinen eingehend inspiziert.[1]

In einem Interview betonte der Arzt, dass die Behandlungsmethoden der Lepra innerhalb der letzten Jahre beträchtliche Fortschritte gemacht hätten.[1] Angesichts dieser vielversprechenden Entwicklung sei das dringlichste Erfordernis der gegenwärtigen Stunde die Errichtung von Zentren für die Frühbehandlung der Patienten.[1] Die Heilungsaussichten hängen in hohem Maße davon ab, dass das Leiden in seinem Anfangsstadium erkannt wird.[1]

Aus diesem Grund plädierte Cochrane nachdrücklich für eine intensivere Schulung der Ärzteschaft.[1] Die Mediziner müssten speziell darin ausgebildet werden, die frühen diagnostischen Symptome der Krankheit sicher zu erkennen, was im Kampf gegen die Krankheit von entscheidender Bedeutung sei.[1] Zudem mahnte er an, dass die lokalen Sanitätsstationen neben der ärztlichen Behandlung noch weitere Aufgaben übernehmen müssten.[1] Die ärztliche Fachwelt erhofft sich durch den gezielten Ausbau der Früherkennung, der Lepra in den betroffenen asiatischen Staaten wirksamer entgegentreten zu können.