Der italienische Ministerpräsident Mussolini hat den Jahrestag des italienischen Kriegseintritts für eine Reihe von machtvollen Auftritten in Genua und Pisa genutzt.[1] In Genua hielt er auf der Piazza dei Ferrari vor mehr als 100.000 Menschen eine Ansprache. In dieser betonte er die Kontinuität zwischen dem kämpfenden Volk der Schützengräben und den Teilnehmern des Marsches nach Rom.[2] Niemand wage heute mehr zu bestreiten, dass das faschistische Regime eine immer größere Zustimmung im Volk finde.[2] Man betrachte sich nicht als Herren, sondern als Erzieher des Volkes.[2] Der faschistische korporative Staat sei geboren und werde fortbestehen; in ihm fänden alle Klassen ihren Platz, ihren Schutz und ihre Anerkennung.[2]

Im weiteren Verlauf seines Besuchs in Genua weihte Mussolini das Banner des faschistischen Dockerverbandes ein.[2] Den Arbeitern erklärte er, dass sie in der fest organisierten faschistischen Gewerkschaftsbewegung ihren sichersten Schutz fänden.[2] Jeder arbeitende Italiener habe Anspruch auf Wohlstand für sich und seine Familie, während das Kapital lediglich Anspruch auf eine gerechte Verzinsung habe.[2] Unerlässlich sei jedoch der unbedingte Gehorsam gegenüber den Vorgesetzten.[2][1] Die Tage der Unordnung und Disziplinlosigkeit seien vorüber. Er verbürge sich dafür, dass sie niemals wiederkehren würden.[1]

Von Genua reiste Mussolini weiter nach Pisa. Dort wurde er ebenfalls von einer ungezählten Menschenmenge wie ein Triumphator empfangen.[3] Im Dom feierte ihn Kardinal Maffi als Retter des Vaterlandes. Anschließend sprach der Duce auf dem Domplatz zu den versammelten „Schwarzhemden“.[3] Als aus der Menge der Zwischenruf „Die Opposition ist tot!“ erscholl, antwortete Mussolini, sie sei schon lange tot und habe nicht einmal ein Armenbegräbnis erhalten.[3] Er erklärte, die Zeit der Opfer sei für das Volk vorüber.[3] Italien sei wiedererstanden und werde, ob man es liebe oder hasse, jedenfalls gefürchtet.[3] Mussolini schloss seine Rede mit der Versicherung, dass ein Wort von ihm genügen würde, um das Volk für den Kampf für ein größeres Italien zu begeistern und, dass es nötigenfalls auch dafür sterben würde.[3]