Reichspräsident von Hindenburg empfing am Donnerstagvormittag eine größere Abordnung des plattdeutschen Volksfestvereins sowie der 82 plattdeutschen Vereine von New York und Umgebung.[1][2] Die Delegation sprach stellvertretend für etwa 600 Deutschamerikaner, die sich derzeit auf einer Deutschlandreise befinden. Sie wurde von Vorstandsmitgliedern des Bremer plattdeutschen Vereins und dem bremischen Gesandten in Berlin, Senator Dr. Nebelthau, begleitet.[3][2]

Der Präsident des New Yorker Vereins, Herr Claus Ötjen, richtete in plattdeutscher Sprache eine Ansprache an den Reichspräsidenten.[1][3] Er überbrachte, wie er sagte, die Grüße aller deutschen Landsleute in Amerika. Nach seiner Einschätzung gebe es dort wohl keinen Deutschen, der nicht für den Reichspräsidenten und Generalfeldmarschall größte Verehrung hege.[2] In Hindenburg, so Ötjen, verkörpere sich deutsche Kraft und deutsche Treue.[3] Er erinnerte an die Hilfe, die die Deutschamerikaner dem Vaterland in seiner schwersten Zeit geleistet hätten. Ötjen bezeichnete es als größte Freude und größten Stolz, dem „Volks- und Kriegshelden“ nun die Hand drücken zu dürfen.[3]

Der Reichspräsident erwiderte, dass es ihm eine besondere Freude sei, die Vertreter der plattdeutschen Vereine Amerikas zu begrüßen.[3] Er wisse um ihre treue Anhänglichkeit an die alte Heimat und die Muttersprache.[3] Mit besonderer Anerkennung, so Hindenburg, gedenke er all dessen, was sie in der Notzeit des deutschen Volkes für das Vaterland getan hätten. Die alte Treue habe sich hier durch hilfsbereite Tat trefflich bewährt.[1][3] Er äußerte die Hoffnung, dass der Besuch dazu beitragen möge, die Bande mit Deutschland zu festigen und die guten Beziehungen zu den Vereinigten Staaten auszubauen.[1][4] Auf dieser Grundlage hieß er die Abordnung herzlich willkommen.[3]