Den Behörden in Hongkong ist, wie die hiesige *China Mail* berichtet, der bisher größte Schlag gegen den Opiumschmuggel in diesem Jahre gelungen.[1] Im Zentralmagistrat der Kronkolonie wurde ein Fall verhandelt. Dieser hatte die Beschlagnahmung einer außerordentlich großen Menge des Rauschgiftes zum Gegenstand.[1] Betroffen ist die Reederei Indo-China Steam Navigation Co., deren Dampfer „Sui Sang“ für den Transport der illegalen Ware missbraucht worden sein soll.[1]
Nach Angaben der Zeitung hatten Beamte der Zollbehörde unter Führung von Inspektor R. O. Ward aufgrund eines Hinweises am 24. Mai eine Durchsuchung des Schiffes vorgenommen, während es nahe Stonecutter Island vor Anker lag.[1] Die Ermittler wurden dabei fündig und entdeckten im Inneren des Hilfskessels insgesamt 19 Säcke. Diese Säcke enthielten das geschmuggelte Opium.[1] Die Gesamtmenge beläuft sich auf 7.020 Tael, was einem Marktwert von 61.160 Dollar entspricht.[1] Gegen die Eigentümer des Schiffes wurde nun vor dem Magistrat unter Vorsitz des Richters R. E. Lindsell ein Verfahren eröffnet, da der Verdacht besteht, das Fahrzeug sei wissentlich für den Schmuggel genutzt worden.[1]