Ein Vorhaben von wahrhaft amerikanischen Ausmaßen beschäftigt derzeit die politischen und gesellschaftlichen Kreise in der italienischen Hauptstadt. Der aus Buenos Aires stammende Architekt Mario Palanti hat Pläne für die Errichtung eines Wolkenkratzers vorgelegt. Dieses Gebäude ist als monumentales Denkmal für das faschistische Regime gedacht und fand, wie berichtet wird, sogar im Vatikan Beachtung, wo Palanti von Seiner Heiligkeit, Papst Pius XI., in einer Audienz empfangen wurde.[1][2]

Die Entwürfe sehen ein Gebäude mit 47 Stockwerken vor, das die historische Silhouette Roms auf bisher ungekannte Weise verändern würde.[2] Im Inneren des Turmes soll ein Hotel mit nicht weniger als 3.000 Zimmern Platz finden.[2] Außerdem ist ein Auditorium für 13.000 Personen vorgesehen; dies verdeutlicht die gewaltigen Ausmaße des geplanten Baus.[1][2]

Dem Hong Kong Telegraph zufolge sollen in dem Komplex auch römische Bäder sowie eine Kirche untergebracht werden, die sich nach ihrer Fertigstellung im höchsten Geschoss aller Gotteshäuser Roms befände.[1] Die Meldungen aus Rom, unter anderem über den Reuter-Dienst verbreitet, lassen keinen Zweifel am politischen Zweck des Bauwerks.[2] Es soll die Errungenschaften und den Machtanspruch des Faschismus auf eine für jedermann sichtbare Weise in Stein und Stahl verewigen.