Das diesjährige internationale 24-Stunden-Langstreckenrennen auf dem Rundkurs von Le Mans endete mit einem bemerkenswerten Erfolg für die französische Automobilindustrie.[1][2] Der Konstrukteur Lorraine-Dietrich errang einen vollständigen Sieg, indem er die ersten drei Plätze belegte.[1]
Sieger des strapaziösen Rennens, bei dem 41 Wagen an den Start gingen, wurden die Fahrer Robert Bloch und André Rossignol.[3] Sie legten in ihrem Lorraine-Dietrich innerhalb von 24 Stunden eine Strecke von 2.552 Kilometern zurück.[1] Es folgten ihre Markengefährten de Courcelles und Mongin mit 2.533 Kilometern sowie Stalter und Brisson auf dem dritten Rang.[1][2] Dem Pariser Blatt *Le Temps* zufolge zeichnete sich der Kampf auf der Strecke von Beginn an durch große Härte aus.[2] In den ersten Stunden lieferten sich insbesondere die Wagen von Peugeot, Bentley und Lorraine-Dietrich vor dicht gedrängten Zuschauerrängen einen verbissenen Wettstreit.[2] Während der Nachtstunden verschaffte sich der führende Lorraine-Wagen jedoch einen entscheidenden Vorsprung.[2]
Die Veranstaltung war auch von zahlreichen Ausfällen und Disqualifikationen geprägt. Diese waren auf ein äußerst strenges Reglement zurückzuführen.[1] Wie der *Figaro* berichtet, mussten mehrere aussichtsreiche Teilnehmer das Rennen wegen technischer Gebrechen aufgeben, die unter anderen Umständen vielleicht hätten behoben werden können.[1] So wurde der lange Zeit führende Peugeot von André Boillot aus dem Rennen genommen, nachdem ein Teil seiner Windschutzscheibe gebrochen war.[1] Ein weiterer Peugeot, gesteuert von Dauvergne, schied aus, weil sein elektrischer Anlasser versagte. Die Regeln untersagen den Einsatz der Andrehkurbel oder das Anschieben des Wagens.[1] Dasselbe Schicksal ereilte auch den Ariès-Wagen von Laly und Chassagne, der zuvor mit 115 Stundenkilometern einen neuen Rundenrekord aufgestellt hatte.[1] Diese Vorfälle lösten unter den Zuschauern einige Proteste aus. Die Rennkommissare hielten sich jedoch strikt an die Vorschriften.[1]