Das irakische Parlament hat am gestrigen Montag das Mossulabkommen ratifiziert.[1] Mit diesem Schritt findet die auf Vermittlung des Völkerbundes zustande gekommene Einigung zwischen der Türkei, England und Irak ihren formalen Abschluss. Die Souveränität Iraks über das umstrittene, ölreiche Vilajet Mossul ist damit völkerrechtlich anerkannt.
Parlament und Senat in Bagdad haben zudem eine weitere wichtige Entscheidung getroffen.[2] Sie ratifizierten die abgeänderte Petroleumkonzession, durch welche die finanziellen Beziehungen zwischen der Regierung und den ausländischen Ölgesellschaften neu geordnet werden.[2] Die Änderung betrifft die ursprüngliche Konzession vom vergangenen August, welche nun zugunsten Iraks angepasst wurde.[2]
Die neue Vereinbarung sichert dem irakischen Staat eine feste Abgabe von vier Shilling pro geförderter Tonne Rohöl zu.[2] Damit wird die zuvor vorgesehene Regelung, die eine Beteiligung von 16 Prozent am Nettogewinn vorsah, ersetzt.[2] Die Umstellung auf eine feste Tantieme, unabhängig vom schwankenden Unternehmensgewinn, verschafft der irakischen Staatskasse berechenbarere und stabilere Einnahmen.