Die Hamburger Bürgerschaft hat in ihrer gestrigen Sitzung einem umfassenden Hafenausbau zugestimmt und hierfür Mittel in Höhe von insgesamt fast 19 Millionen Mark bewilligt.[1] Die Entscheidung über die drei zugrundeliegenden Senatsvorlagen erfolgte mit großer Einmütigkeit und beinahe ohne Debatte.[1]
Das Kernstück des Vorhabens ist der Bau des Griesenwärder Hafens auf Waltershof. Für dieses Projekt sind allein über 15 Millionen Mark veranschlagt.[1] Mit dem neuen Hafenbecken, dessen Bauzeit auf drei bis vier Jahre geschätzt wird, soll der gesamte Massengutumschlag an einem Ort konzentriert werden.[1] Wie das Hamburger Echo berichtet, verfolgt der Senat damit das Ziel, die älteren Häfen von diesem Verkehr zu entlasten und sie für den zunehmenden Stückgutumschlag aufnahmefähiger zu machen.[1]
Zwei weitere Vorlagen fanden ebenfalls die Zustimmung des Parlaments.[1] Rund eine halbe Million Mark wird für die Befestigung der Uferstrecken im Waltershofer und Rugenberger Hafen bereitgestellt.[1] Ferner genehmigte die Bürgerschaft mehr als drei Millionen Mark für die Errichtung eines neuen, großen Kaischuppens am Rosskai, der in Verbindung mit einem privatwirtschaftlichen Kühlhausneubau entstehen soll.[1] In der gleichen Sitzung wurde auch eine Entschließung angenommen, die den Senat ersucht, den Bau des dritten Teiles der Elbbrücke voranzutreiben.[1]