Die Frage nach dem Standort für das Reichsehrenmal der im Weltkriege Gefallenen scheint einer baldigen Klärung entgegenzugehen. In einer Besprechung verschiedener Frontkämpferverbände, die am Mittwoch unter dem Vorsitz des Reichsministers des Innern, Dr. Külz, stattfand, hat sich eine weitgehende Übereinstimmung herauskristallisiert.[1][2] Zwei Orte stehen nun im Mittelpunkt der Erwägungen: Bad Berka im Thüringer Wald und die alte Harzstadt Goslar.[1]

Dieser engeren Auswahl gingen, wie verlautet, eingehende Vorarbeiten des Reichskunstwarts Dr. Redslob sowie Besichtigungen zahlreicher vorgeschlagener Stätten durch Vertreter der Verbände voraus.[1] Die geplante Ehrung der Gefallenen soll in die Form eines Ehrenhains gekleidet werden. Dieser Vorschlag findet breite Zustimmung.[2]

Wie die Deutsche Allgemeine Zeitung berichtet, sprachen sich der Stahlhelm, das Reichsbanner, der Kyffhäuser-Verband, der Verband jüdischer Frontsoldaten sowie die Vereinigungen ehemaliger Kriegsgefangener für die Gegend bei Weimar aus.[1] Die Marinevereine und Offiziersbünde gaben zwar Goslar den Vorzug, erklärten aber zugleich, dass sie ihre Mitwirkung auch einer Heldenehrung in Thüringen nicht versagen würden.[1]

Die Angelegenheit wird nun dem zuständigen Ausschuss des Reichsrats zur endgültigen Entscheidung unterbreitet.[2] Diesem Gremium gehören unter anderem für Preußen Staatssekretär Dr. Weismann sowie als Vertreter der Länder die Gesandten Dr. von Preger für Bayern und Dr. Gradnauer für Sachsen an.[1] Reichsminister Dr. Külz gab die Zusicherung, dass er die praktische Verwirklichung des Gedankens mit besonderem Nachdruck betreiben werde.[1]