Aus Rom treffen Meldungen über ein verheerendes Erdbeben ein, das die Insel Rhodos heimgesucht hat.[1] In den Dörfern Arcangelo, Arnita, Appolachia und Monolito sollen nach ersten Berichten rund zweitausend Häuser vollständig zerstört worden sein.[1] Bisher wird ein Todesopfer beklagt, während einige Personen verletzt wurden.[1] Der Leuchtturm am südlichsten Punkt der Insel ist dem Erdstoß zum Opfer gefallen und eingestürzt.[1]

Die Erschütterungen beschränkten sich jedoch nicht auf Rhodos. Laut dem Pariser Figaro wurden die Erdstöße auch in anderen Teilen der Ägäis verspürt.[1] Das Epizentrum der Bewegung lag offenbar zwischen Kreta und den Kykladen. Die Auswirkungen waren auf Kreta besonders heftig.[1] Allein in der Stadt Kandia wurden elf Häuser dem Erdboden gleichgemacht, 26 weitere schwer beschädigt und 59 Gebäude in Mitleidenschaft gezogen.[1] Auch die umliegenden Dörfer erlitten beträchtlichen Schaden.[1]

Gleichzeitig erreichen uns Nachrichten von einem schweren Erdbeben aus Südostasien. Wie die Badische Presse meldet, wurde gestern der südliche Teil von Sumatra von einer heftigen Erschütterung betroffen.[2] Der Hong Kong Telegraph berichtet, dass die Einwohner in Panik gerieten.[3] Insbesondere die Residenz des Gouverneurs in Padang sowie zahlreiche Häuser von Europäern tragen schwere Beschädigungen davon.[3][2]

Auch in Singapur wurde ein deutlicher Erdstoß verspürt; nach Angaben des Korrespondenten des Hong Kong Telegraph sprangen viele Menschen erschrocken von ihren Stühlen auf.[3] Nennenswerter materieller Schaden ist dort jedoch nicht entstanden.[3]