Aus linkskommunistischen Kreisen wird die Neugründung eines Spartakusbundes bekannt gegeben.[1] Wie der Reichstagsabgeordnete Iwan Katz verlauten ließ, haben sich mehrere Organisationen zu diesem neuen Bund zusammengeschlossen.[1] Beteiligt sind die Allgemeine Arbeiter-Union, der Industrieverband für das Verkehrsgewerbe sowie die Opposition innerhalb der Kommunistischen Partei Deutschlands.[1][2]
Der neuformierte Spartakusbund knüpft programmatisch ausdrücklich an das historische Programm Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs an.[2] Seine politische Zielsetzung richtet sich scharf gegen die offizielle Linie der KPD und der Moskauer Internationale.[1] Zu den Kernforderungen gehört die Loslösung des internationalen Proletariats von der sowjetrussischen Staatspolitik.[1][2] Darüber hinaus, so geht auch aus Berichten des Vorwärts hervor, bekämpft der Bund den Parlamentarismus sowie die freien Gewerkschaften des Amsterdamer Verbandes.[2]
Dem Harburger Tageblatt zufolge soll bereits ein Teil weiterer revolutionärer Organisationen seinen baldigen Beitritt zum Spartakusbund in Aussicht gestellt haben.[1] Es zeigt sich damit eine fortschreitende Zersplitterung innerhalb der äußersten Linken. Diese Kreise suchen, sich von der Moskauer Führung zu emanzipieren.[1][2]