Wie die Kölnische Zeitung über ein Sonderkabel der Agentur United Press berichtet, hat ein verheerendes Erdbeben die Westküste der Insel Sumatra heimgesucht.[1] Die Erdstöße waren von solcher Gewalt, dass die Stadt Padang zerstört wurde. Nach den ersten eingetroffenen Meldungen sollen auch mehrere weitere Ortschaften des Bezirks vollkommen zerstört worden sein.[1] Bisher konnte die Zahl der Opfer noch nicht abschließend ermittelt werden. Man geht jedoch bereits von über 100 Toten und einer großen Anzahl von Verletzten aus.[1] Den Berichten zufolge handelt es sich bei den Betroffenen in der Hauptsache um Angehörige der einheimischen Bevölkerung.[1]
Schweres Erdbeben auf Sumatra
Mehrere Orte an der Westküste vollständig zerstört — Bereits über 100 Todesopfer gemeldet
Semarang, 2. Juli.
Historische Einordnung
Der hier erwähnte Vorfall bezieht sich auf das Padang-Panjang-Erdbeben vom 28. Juni 1926 mit einer Stärke von etwa 6,7 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Das Beben verursachte schwere Schäden in Westsumatra und löste Erdrutsche aus. Die Zahl der Todesopfer wurde später auf über 350 korrigiert. Die Region gehört zum Pazifischen Feuerring und ist bis heute seismisch sehr aktiv.
Quellenverweise:
- Kölnische Zeitung (Deutsche Digitale Bibliothek) 1926-07-02