Ein breit getragener Aufruf, unterzeichnet von führenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, wendet sich an das gesamte deutsche Volk, um durch Spenden den Fortbestand des deutschen Luftschiffbaus zu sichern.[1] Ziel der Initiative ist es, die Werft in Friedrichshafen am Leben zu erhalten, damit sie weiterhin Luftschiffe bauen kann, die „den deutschen Namen in die Welt hinaustragen“ und von dem Willen zum Wiederaufstieg durch friedliche Kulturarbeit Zeugnis ablegen.[1]
Der Appell beruft sich auf das Vermächtnis des Grafen Zeppelin und ruft dazu auf, die in seiner Erfindung schlummernden Segnungen für Deutschland nutzbar zu machen.[1] Die Liste der Unterzeichner ist lang und umfasst Vertreter aus allen politischen Lagern und gesellschaftlichen Bereichen. Zu ihnen gehören Reichstagspräsident Paul Löbe, Reichsverkehrsminister Dr. Krohne und Reichspostminister Dr. Stingl.[1] Des Weiteren finden sich die Namen der Oberbürgermeister Böß und Dr. Adenauer sowie des Schriftstellers Dr. Gerhart Hauptmann unter den Unterstützern.[1]
Auch eine Reihe führender Sozialdemokraten hat den Aufruf unterzeichnet, darunter neben Löbe auch Auer in München, Deist in Dessau und der Magdeburger Oberpräsident Hörsing.[2] Die Spenden sollen in einer reichsweiten Sammlung vom 11. bis zum 18. Juli zusammengetragen werden.[2] Das Hamburger Echo äußert indes Zweifel, ob die Aktion bei den sozialdemokratischen Arbeitern auf große Resonanz stoßen wird.[2] Nach Meinung des Blattes sei es nahezu ausgeschlossen, dass der Aufruf dort breite Unterstützung finden werde, da die Erinnerungen vergangener Jahre abschreckend wirkten.[2]