Nach den ersten, aus Japan eingetroffenen Meldungen über schwere Unwetterschäden liegen nunmehr genauere Einzelheiten vor, die das Ausmaß der Katastrophe bestätigen. Wie der Sonderdienst der Deutschen Allgemeinen Zeitung aus Tokio berichtet, haben sich allein in der Gegend bei Meji an neun verschiedenen Stellen Erdrutsche ereignet, denen 26 Personen zum Opfer fielen.[1] Über hundert Häuser wurden dabei zerstört, und rund zehntausend weitere Gebäude stehen unter Wasser.[1]
Auch die Landwirtschaft der betroffenen Regionen hat schwere Einbußen erlitten. Viele tausend Acres Reisland wurden von den Fluten vernichtet, und zwanzig Brücken sind weggespült worden.[1] Besonders empfindlich trifft das Land die Beschädigung eines Teils der Haupteisenbahnlinie bei Schimonoseki. Diese ist für den Verkehr zwischen den japanischen Hauptinseln von erheblicher Bedeutung.[1]
Die Meteorologen melden für Tsushima eine Regenmenge von 25 Litern auf den Quadratfuß. Es handelt sich um den schwersten Niederschlag, der dort seit dreißig Jahren gemessen wurde.[1] Die Behörden haben Notstandsmaßnahmen eingeleitet, doch die Zerstörung von Verkehrswegen erschwert die Hilfsaktionen in den am schlimmsten betroffenen Gebieten erheblich.