Der Ausschuss zur Vorbereitung eines Reichsehrenmals für die Gefallenen des Weltkrieges hat nach Abschluss seiner mehrtägigen Besichtigungsreise in Weimar eine abschließende Sitzung abgehalten und seine Entscheidung getroffen.[1] Den Vorsitz führte Reichsinnenminister Dr. Külz.[1]
Gemäß den Beschlüssen des Reichsratsausschusses vom 17. Juni hatte die Kommission folgende Projekte zu prüfen: Weimar, Koslar, Augustusburg, Eisenach, Koburg, das Wesergebiet sowie die Lorcher Inseln.[2] Die Reise hatte die Teilnehmer vom Rhein über die Wesergegend bei Höxter und Rinteln nach Goslar, Eisenach, Koburg, Augustusburg und schließlich nach Berka bei Weimar geführt.[1]
Nach sorgsamer Prüfung aller Projekte sprach sich der Ausschuss in erster Linie für einen Ehrenhain in der Gegend von Berka bei Weimar aus.[1] Als zweites Projekt wurde auch die Toteninsel von Lorch im Rhein für eine würdige Form der Heldenehrung in Betracht gezogen.[1] Laut der Badischen Presse trifft die Entscheidung für eine Stätte stiller Sammlung mitten im deutschen Wald den Wunsch der Mehrheit des deutschen Volkes, das von vornherein ein Heiligtum im Herzen Deutschlands bevorzugt hatte.[2] Die Reichsregierung dürfte in Kürze die endgültige Entscheidung treffen.[1]