Seit Beginn dieser Woche sind im Bundesstaat Georgia neunundvierzig staatlich zugelassene Banken sowie die Bankers Trust Company of Atlanta, die als Verwaltungsgesellschaft für ein Netz von 120 Banken im Staate fungierte, von den Behörden geschlossen worden. Das staatliche Bankaufsichtsamt gab diese Zahlen am Mittwochabend bekannt.[1] Die Gesamtkapitalisierung der betroffenen Institute überstieg eine Million Dollar, die Gesamtaktiva beliefen sich auf mehr als 10.439.120 Dollar. Die Kapitalausstattung der einzelnen Banken schwankte zwischen 15.000 Dollar bei den kleinsten Instituten und 500.000 Dollar bei der Georgia State Bank. Die Verbindlichkeiten reichten von knapp 40.000 bis zu mehr als 4,4 Millionen Dollar.[1]

Als unmittelbarer Auslöser der Schließungen gilt die Einsetzung eines Zwangsverwalters für die Bankers Trust Company, auf deren Liquiditätszufuhr die meisten der betroffenen Banken angewiesen waren.[2] Den Berichten der Washington Times zufolge geht diese Entwicklung auf eine Klage der Bank of Umatilla aus dem benachbarten Florida zurück, die beim Fulton County Superior Court die Zwangsverwaltung über die Bankers Trust Company und ihren Präsidenten W. D. Manleb beantragt hatte.[3] Gleichzeitig wurde auch beim Bundesgericht eine Insolvenzklage eingereicht.[3] Richter G. H. Howard erließ daraufhin eine einstweilige Verfügung. Sie untersagte den Geschäftsführern, den Status der 120 Banken des Verbundes in irgendeiner Weise zu verändern; die Angelegenheiten der Bankers Trust Company wurden vollständig in die Hände der eingesetzten Verwalter übergeben.[1]

Unter den geschlossenen Instituten befinden sich neben zahlreichen kleinen Landbanken auch die Georgia State Bank, die ihre Hauptverwaltung in Atlanta unterhält und Zweigstellen in neunzehn Städten des Staates betreibt, darunter Baxley, Cordele, Dublin und Vidalia.[1] Fünf Banken hatten bereits am Vortag ihre Schalter geschlossen, darunter die Bank of Palmetto.[1] Staatliche Stellen betonten, eine weitergehende Krise sei nicht zu befürchten; konkrete Stützungsmaßnahmen kündigten sie freilich nicht an.[1]