Wie das Berliner Tageblatt meldet, steht die offizielle Eröffnung des Kongresses der Astronomischen Gesellschaft am 16. August in der Universität zu Kopenhagen bevor.[1] Die Vorbereitungen für dieses bedeutsame wissenschaftliche Ereignis zeigen den Willen, nationale Unstimmigkeiten durch internationale Zusammenarbeit zu überwinden.[1] Als Vorsitzender der Gesellschaft und Präsident des Kongresses fungiert Professor Elis Strömgren. Er bemüht sich seit Jahren intensiv um die grenzüberschreitende Verständigung in der Sternenforschung.[1]
Für die Konferenz, deren weitere Sitzungen in der polytechnischen Lehranstalt stattfinden, sind bereits rund einhundert Astronomen aus siebzehn Ländern eingetragen.[1] Neben Delegationen aus den meisten europäischen Staaten werden auch Vertreter aus Ägypten, Japan, Südamerika und den Vereinigten Staaten erwartet. Weitere Zusagen stehen noch aus.[1] Bislang stehen nicht weniger als 25 Vorträge auf dem Programm, bevor der Kongress am 21. August schließt.[1]
Dem Berliner Tageblatt zufolge wird eine beträchtliche Anzahl weltbekannter Gelehrter in der dänischen Hauptstadt anwesend sein.[1] Namentlich genannt werden unter anderem der Direktor des Greenwich-Observatoriums, Frank Watson Dyson, der englische Relativitätsexperte Professor Arthur Stanley Eddington sowie der Direktor des Harvard-Observatoriums, Harlow Shapley.[1]
Ein besonderer Höhepunkt der Zusammenkunft ist zudem eine große Feier, welche die Schwedische wissenschaftliche Gesellschaft am 18. August auf der Insel Hven veranstaltet.[1] Dort legte der dänische Astronom Tycho de Brahe vor genau 350 Jahren den Grundstein zu seinem berühmten Observatorium Uranienburg. Dieses Bild markiert einen historischen Meilenstein der systematischen Himmelskunde.[1]