Am Mittwochabend veranstalteten die Kommunisten im Lustgarten eine Antikriegskundgebung, der mehrere tausend Menschen beiwohnten.[1] Als die Polizei am Kaiser-Wilhelm-Denkmal ein Plakat beschlagnahmte, kam es zu ersten heftigen Zusammenstößen.[1] Dabei wurde der anwesende Vizepolizeipräsident Dr. Friedensburg von der Menge mit Schmähworten bedacht.[1] Ernst Thälmann warnte die Demonstranten in seiner Rede zwar vor Provokateuren — die Arbeiterklasse werde jedoch geschlossen losschlagen, „wenn es so weit ist“.[1] Im Anschluss verlagerten sich die Unruhen an die Ecke der Blumen- und Alexanderstraße, wo Anhänger des Roten Frontkämpferbundes erneut eine drohende Haltung einnahmen.[1] Nach Angaben der Sächsischen Staatszeitung griffen die Beamten schließlich zum Gummiknüppel, um die Menge zu zerstreuen.[2] Im Zuge dieser Einsätze nahm die Schutzpolizei zahlreiche Demonstranten in Gewahrsam.[1][2] Laut offiziellen Berichten gestaltete sich die Lage der Ordnungshüter im Verlaufe des Abends schwierig.[1]