Die japanischen Regierungsbehörden haben im Zuge umfassender Kontrollen unzuverlässige Finanzinstitute streng überprüft und Maßnahmen ergriffen. Wie die in Hongkong erscheinende China Mail berichtet, ordnete das Finanzministerium in Tokio unlängst die Schließung der Teikoku-Gewerbe- und Sparbank sowie sieben weiterer Geldinstitute an.[1] Den betroffenen Banken wurde entweder der weitere Geschäftsbetrieb vorübergehend untersagt oder die Lizenz vollständig entzogen.[1]
Diese drastische Maßnahme entspricht der erklärten Politik der Regierung, Banken aus dem Markt zu nehmen, die ihre Geschäfte unter Verletzung der gesetzlichen Vorschriften führen und dadurch die Sicherheit der Einlagen gefährden.[1] Unter den nun geschlossenen Häusern befinden sich laut Angaben auch größere Institute: die Chuo-Handelsbank in Tokio und die Nissho-Bank in Osaka, die jeweils über ein Kapital von einer Million Yen verfügten.[1] Hinzu kommen kleinere Institute wie die Tokioter Gewerbe-Sparbank mit einem Kapital von 266.000 Yen sowie die Nirasaki-Bank in Yamanashi.[1] An der Berliner Mittagsbörse wurde der japanische Yen unterdessen nicht amtlich notiert.[2]