Das Unglück ereignete sich am Sonntagmorgen unweit der Ortschaft Waco im Bundesstaat Colorado, als der Scenic Limited der Denver and Rio Grande Western Railroad entgleiste.[1] Der Zug war auf dem Weg von Salt Lake City nach Denver.[2] Nach Angaben der Los Angeles Times forderte die Katastrophe nach jüngsten Zählungen 27 Todesopfer und 50 Schwerverletzte. Etwa 100 weitere Passagiere erlitten leichtere Verletzungen.[1] Die finnische Helsingin Sanomat, die sich auf frühere Telegrafenmeldungen stützte, hatte die Zahl der Toten zunächst auf 15 geschätzt und das Unglück 45 Meilen westlich von Salida eingeordnet.[2]

Ersten Untersuchungen zufolge war überhöhte Geschwindigkeit in einer Kurve — etwa eine halbe Meile von Waco entfernt — die Hauptursache der Entgleisung.[1] Der Zug hatte offenbar eine Verspätung von 25 Minuten einzuholen.[1] Lokomotive, Gepäckwagen, zwei Sitzwagen und ein Schlafwagen stürzten in den Arkansas-Fluss.[1][2] J. S. Pyeatt, Präsident der Eisenbahngesellschaft, verwies auf die verheerenden Schäden an den veralteten hölzernen Waggons, die dem Aufprall nicht standhalten konnten.[1] Die Unglücksstelle befindet sich westlich der bekannten Royal Gorge, einer bei Touristen beliebten Schlucht des Flusses.[1] Zu den Opfern zählt auch der aus Salida stammende Lokomotivführer George M. Gearhart, dessen Leichnam aus dem Wasser geborgen wurde.[1]

Die Bergungsarbeiten halten weiterhin an. Der Leichenbeschauer von Leadville, Robert M. Walsh, erklärte, dass sich die Rettungsmannschaften noch immer mühsam durch die verkeilten Trümmer arbeiten müssten, um weitere Leichen zu bergen.[1] Die Verletzten brachte man mit bereitgestellten Hilfszügen in die Krankenhäuser von Salida und Leadville.[1] Besonders tragisch ist das Schicksal eines namentlich nicht bekannten Kleinkindes: Es wird derzeit im Hospital von Salida von Krankenschwestern gepflegt. Man nimmt an, dass seine Eltern beim Absturz der Waggons ums Leben kamen.[1]